Gemeindebrief August/September 2017

Gemeindebrief für: August/September 2017

Liebes Gemeindeglied!

Wenn dieser Gemeindebrief erscheint, dann sind Sie vielleicht gerade auf dem Weg in den Urlaub. Oder Sie sind schon wieder zurück mit vielen neuen Eindrücken. Oder Sie genießen zu Hause die freie Zeit bei hoffentlich schönem Wetter und entdecken Ihre Umgebung mit neuem Interesse.


Urlaub machen, Ferien haben – die Tage ohne Verpflichtungen genießen können. Sich treiben lassen, Zeit für sich selber haben – und vielleicht auch für Gott.


Viele Jahre bin ich mit meiner Familie an die Ostsee gefahren und habe mich gewundert, dass der Gottesdienst am Sonntagmorgen in dem sehr kleinen Urlaubsort immer gut besucht war, die meisten Besucher waren Touristen. Mit einem Mann kam ich nach dem Gottesdienst ins Gespräch. „Sonntags ist im Alltag der einzige Tag in der Woche, an dem ich lange schlafen und dann mit der Familie frühstücken kann. Da geh ich nicht in die Kirche. Aber hier kann ich das jeden Tag. Da habe ich sonntags Zeit für Gott und kann anders leben als sonst!“, sagte er.


Anders leben als sonst – im Urlaub gelingt das oft ganz gut. Da sind die Menschen abenteuerlustig, neugierig, aufgeschlossen. Da werden schon mal exotische Gerichte gegessen, neue Hobbies ausprobiert oder auf fremde Menschen zugegangen. Warum eigentlich nur im Urlaub? Es wäre doch ganz schön, so ein bisschen Urlaub mit in den Alltag zunehmen.


Ich setze mich seit einiger Zeit im Sommer zwei-, dreimal in der Woche abends in den Garten und höre den Geräuschen zu, lasse die Seele baumeln, so wie ich das sonst eigentlich nur im Urlaub tue. Und dabei kommen mir die besten Gedanken oder einfach auch nur eine wunderbare Ruhe.


Vielleicht finden Sie auch so etwas Gut-tuendes für sich im Urlaub; etwas, das sich lohnt in den Alltag mitzunehmen – für ein bisschen anders leben, für ein bisschen Zeit mit sich selber und vielleicht auch mit Gott.


Oder Sie wagen das Abenteuer und besuchen mal einen Gottesdienst im Urlaub oder zu Hause.


Einen schönen Sommer wünscht Ihnen

M. Lembke-Schönfeld

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