Dortmunder Kreissynode tagt zum ersten Mal digital

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    Dortmunder Kreissynode tagt zum ersten Mal digital

    DORTMUND - Die Tagung der Kreissynode für den Evangelischen Kirchenkreis Dortmund findet in diesem Sommer zum ersten Mal online statt. Das hat der Kreissynodalvorstand entschieden und damit den Risiken der aktuellen Corona-Pandemie Rechnung getragen.

    Nachdem der Termin für die Synodentagung schon zuvor vom 6. Juni auf den 12. September verlegt worden war, fiel jetzt die Entscheidung für eine gänzlich digitale Lösung. Bei dem Angebot einer Präsenzsynode wäre, abgesehen von schwer zu realisierenden räumlichen Begebenheiten, mit der Absage zahlreicher Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu rechnen gewesen. Viele Synodale zählen zur Risikogruppe für Corona-Erkrankungen. Aber auch alle übrigen hätten sich vorsorglich dafür entscheiden können, nicht an einer Präsenzsitzung teilzunehmen. Für sie hätte in jedem Fall die Möglichkeit einer Online-Teilnahme gewährleistet werden müssen.

    Jetzt werden alle 231 Mitglieder der Synode aus Dortmund, Lünen und Selm von ihren Wohnsitzen aus oder aus Gemeindehäusern an der Tagung teilnehmen können. Per Videoschaltung können sie den Fortlauf der Sitzung verfolgen und sich auch online, für alle hör- und sichtbar, zu Wort melden.

    Zahlreiche Synodale haben in den zurückliegenden Monaten bereits einschlägige Erfahrungen mit Videokonferenzen gemacht. Auch Sitzungen von Presbyterien und des Kreissynodalvorstands fanden seit März zunehmend in dieser digitalen Form statt.

    Für Mitglieder der Kreissynode, die noch ungeübt in digitalen Sitzungsformaten sind oder die nicht selbst über die Möglichkeit verfügen, ein geeignetes digitales Endgerät zu nutzen, hat der Kreissynodalvorstand im Vorfeld umfangreiche Unterstützung angeboten. So erhielten schon im Juli alle Synodalen einen Fragebogen, in denen sie um Angaben zu ihren Vorerfahrungen und zu eventuellen Unterstützungsbedarfen gebeten wurden.

    Besonders hoch sind die Anforderungen an eine Digital-Synode im Hinblick auf anstehende Abstimmungen. Die Sommersynode ist nach Abschluss der Presbyteriumswahlen im Frühjahr eine Wahlsynode. Aber auch darauf bezogen ist für eine rechtssichere Durchführung der Veranstaltung gesorgt. Zur Wahl stehen neben einer Fülle von neuen Mitgliedern für die Ausschüsse des Kirchenkreises, den künftigen Vertreter/innen des Kirchenkreises für die Landessynode sowie mehreren Synodalbeauftragten auch die beiden ständig stellvertretenden Superintendent/inn/en.

    Amtsinhaberin Andrea Auras-Reiffen wird dabei nicht erneut kandidieren. Ihr Kollege Michael Stache tritt hingegen für eine weitere Amtsperiode an. Gegenkandidat für ihn wird der Brechtener Pfarrer Hanno Gerke sein. Für die Nachfolge von Auras-Reiffen kandidieren Pfarrerin Leonie Grüning aus der Reinoldi-Gemeinde und Schulpfarrerin Sigrun König.

    ws


    BU: So wird es in diesem Sommer nicht aussehen: die Wahlen finden nicht per Kartenzeichen oder Wahlzettel sondern online statt.

    Foto: Stephan Schütze