„Ja, immer, immer wieder geht die Sonne auf!“


  • Diese Gedanken mögen Ihnen weiterhin Hoffnung und Mut schenken!

    Hoffentlich sehen wir uns bald wieder !


    „ Ja, immer, immer wieder geht die Sonne auf!“ kennen Sie diesen Schlager von Udo Jürgens noch? Ich fange gleich an zu summern und der Text fällt mir wieder ein:

    Denn immer, immer wieder geht die Sonne auf
    Und wieder bringt ein Tag für uns ein Licht
    Ja, immer, immer wieder geht die Sonne auf
    Denn Dunkelheit für immer gibt es nicht
    Die gibt es nicht, die gibt es nicht


    Udo Jürgens beschreibt in seinem Schlager Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit. Die Einschränkungen durch die Pandemie kannte er ja nicht, aber er kennt die zutiefst menschlichen Gefühle eines Lebens. Für ihn ist der Blick auf die aufgehende Sonne ein Trost. Ganz verlässlich geht die Sonne jeden Tag auf. Wir Menschen erleben dies ganz ohne unser Zutun. Manchmal sehen wir die Sonne nicht, denn sie ist hinter Wolken verborgen. Aber sie ist trotzdem da und das Licht des neuen Morgens macht den Tag hell.

    Am 25. April feiern wir den Sonntag „Jubilate!“- das heißt übersetzt „ Jubelt und freut Euch!“Am zweiten Sonntag in der österlichen Freudenzeit dürfen wir uns über die Schöpfung als Neuschöpfung freuen. „ Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur!“ So heißt es im Wochenspruch aus dem 2. Korintherbrief.


    Tut dieser Zuspruch nicht gut in diesen Zeiten? Viel wird zur Zeit von erkrankten Menschen erzählt, die an Depressionen leiden. Sie sehen zwar die Sonne jeden Morgen aufgehen, können sich aber nicht mehr daran freuen. Es ist dunkel in ihrem Leben geworden. Wie gerne würde ich all diesen Frauen, Männern und Kindern und auch uns allen zurufen: „Jubilate! Jubelt und freut Euch! Es ist neu möglich!“


    Jubeln und Loben ist eine elementare Lebensäußerung. Es ist verwandt mit Staunen und dem Danken. Wie diese reagiert es auf etwas, was mir begegnet, mich berührt und erfüllt. Was ich sehe, schmecke, spüre, rüht mich im Inneren an. Meine Seele frohlockt; und dies meint im ursprünglichen Sinne: Sie ist in Bewegung und hüpft fröhlich. Die Empfindung kennen Kinder ebenso wie Erwachsene. Und es ist schlimm, wenn eine Krankheit dies nicht mehr möglich macht.

    Das Loben erwächst aus einer sinnenhaften Erfahrung, die nicht in sich verschlossen bleibt, sondern nach außen sich zeigen will: Jubilate! Das Loben lässt sich schlecht verordnen, aber gemeinsam erfahren: Im Beten und im Singen.


    Schöpfung und Neuschöpfung sind positive Kräfte in unserem Leben. Wir haben an diesen Kräften teil, aber wir bringen sie nicht selbst hervor.So ist es ja auch mit der Sonne, die immer, immer wieder aufgeht.

    Wenn wir morgens auf die aufgehende Sonne sehen, vergewissern wir uns, dass in uns und in jedem Leben anfängliches Leben steckt. Das Wunder der Schöpfung steckt sogar in diesem einmaligen Lebensmoment. Soviel liegt in einem winzigen Augenblick.

    Dieser Blick auf den Augenblick, wenn unsere Augen auf die Sonne voller Staunen schaut, hilft uns, uns von der Corona- Pandemie und ihren Sorgen nicht überwältigen zu lassen. Wenn Dir alles zuviel und zu dunkel erscheint, sage Dir: Ein kleiner Moment genügt, um Gottes Güte zu erfahren. Dir und mir und uns allen ist ein jeder Morgen neu geschenkt.


    Schenken Sie sich diesen Moment jeden Tag neu. Wenn Sie aufstehen, ist die Sonne sicher schon aufgegangen. Aber ziehen Sie die Rolladen morgen früh einmal bewusst langsam hoch und entdecken Sie, wie das Licht langsam in Ihr Zimmer dringt. Und dann stellen Sie sich ins Licht! Auch wenn die Sonne nicht scheint, sie ist da!

    Schließen Sie die Augen! Fühlen Sie die Helligkeit!

    Es bleibt nicht dunkel in unserem Leben.

    Nach der Nacht kommt der Tag mit dem Licht der Sonne!


    Nach Corona kommt Gemeinschaft und gemeinsames Singen! Darauf hoffe ich! Darauf vertraue ich! Und ich freue mich jetzt schon darauf und summe:

    „ Ja, immer, immer wieder geht die Sonne auf!“


    Im Gesangbuch steht auch folgendes wunderbare Lied:

    Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne


    1) Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne,

    die Finsternis weicht.

    Der Morgen sich zeiget, die Röte aufsteiget,

    der Monde verbleicht.


    2) Nun wollen wir loben den Höchsten dort oben,

    dass er uns die Nacht

    hat wollen behüten vor Schrecken und Wüten

    der höllischen Macht.


    3) Kommt, lasset uns singen, die Stimmen erschwingen,

    zu danken dem Herrn.

    Ei bittet und flehet, dass er uns beistehet

    und weiche nicht fern.


    Gebet

    Gott, Du Schöpfer aller Dinge,

    wie du die Natur zu neuem Leben erweckst,

    so willst du auch uns Menschen Leben neu schenken.

    Belebe uns, wecke uns auf aus allen Verzagtheit,

    dass wir den Mut haben zu glauben an ein Leben mit Dir.

    Erfülle uns mit Deiner Kraft und neuer Freude.

    Darum bitten wir am Morgen dieses Tages. Amen


    Segen

    Weit öffne ich meine Arme

    Begierig

    Bedürftig

    Und werde beschenkt

    Danke, Gott, für Licht und deinen Segen!