Gemeindebrief August/September 2022

Der neue Gemeindebrief liegt als Download bereit.

Ich bin dein Gott!

Ich bin mit dir,

wohin du auch gehst!

Jesaia 41,10




Das Volk Israel ist seit über 3000 Jahren unterwegs; die Kirche Jesu Christi ist seit über 2000 Jahren auf dem Weg. Die Gemeinde Brambauer ist über 110 Jahre alt und nun beginnt wieder ein neuer Wegabschnitt. Immer wieder stellt sich die Frage: Welchen Weg sollen wir einschlagen und wer wird mit uns gehen?

Eine Pfarrwahl ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte einer Gemeinde. Neben allen Ehren- und Hauptamtlichen prägen Pfarrerinnen und Pfarrer die Gemeinde als den Ort, an dem man eine Ahnung davon bekommt, was der Segen Gottes bewirken kann.

An Entscheidungspunkten und Weggabelungen bedarf und bedurfte es in der langen Geschichte Gottes mit seinem Volk schon oft eines kräftigen Zuspruchs, um die Menschen für einen neuen Weg zu stärken. Da muss man einfach immer wieder mal auf die Stimme des Trostes und der Ermutigung hören: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“ 2500 Jahre ist es her, dass diese Worte zum ersten Mal gehört wurden. Und seitdem werden sie immer wieder gesprochen und oft zieht ein Aufatmen durch die Seelen der Menschen, die zuhören: Wir sind doch nicht allein.

Das wünsche ich allen Menschen in unserer Gemeinde: Ich wünsche Ihnen die rechte Hand, die Halt gibt und Orientierung weist in die Richtung der Gerechtigkeit Gottes in dieser Welt. Sie hält uns fest und lässt uns zugleich unsere Welt mit den Augen Gottes sehen, mit einer ganz besonderen Liebe zu denen, die ausgegrenzt werden, die in wachsender Zahl herausfallen aus der öffentlichen Wahrnehmung. Wir beklagen den Werteverlust in unserer Gesellschaft, sehen mit Bangen auf die sinkende Zahl von Kirchenmitgliedern. So treibt uns die ständige Sorge um, wie wir unsere Ansprüche als Kirche in der eigenen Arbeit umsetzen können. Sie sind und sollten es bleiben, ob Sie haupt- oder ehrenamtlich mitarbeiten, Träger*innen der Hoffnung zu sein, dass Gottes Gerechtigkeit sich durchsetzen wird, dass es sich lohnt, zu glauben, zu lieben und zu hoffen.


Bleiben Sie behütet auf allen neuen Wegen!

Ihre Pfarrerin Friederike Scholz-Druba


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