Gemeindebrief Dezember 2018 / Januar 2019

Der Gemeindebrief für Dezember 2018 / Januar 2019


Grafik: GEP


Diese Worte aus dem Psalm 34 begleiten uns jeden Tag des neuen Jahres. Gerade noch haben die Engel den Hirten zur Christusgeburt zugerufen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden allen Menschen seines Wohlgefallens!“ Da verstummt der Friedensruf auch im Alltag nicht. Von Gottes Frieden für uns erzählt die Jahreslosung 2019. Der Psalm 34 beginnt jede seiner Zeilen mit einem anderen Buchstaben des hebräischen Alphabets: „Ein Friedens-ABC“, das jeden Tag buchstabiert werden muss.

Im hebräischen Denken bedeutet „Frieden“ weit mehr als nur die Abwesenheit von Streit und Krieg. „Schalom“ meint eine tiefe Sehnsucht nach einer heilen, unversehrten Welt, in der Kinder den Krieg nicht mehr lernen und Schwerter zu Pflugscharen umgeschmiedet werden.

Die alten Visionen haben nichts von ihrer Sehnsucht und leider auch nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Herausforderung wird groß im Jahr 2019: Die Zahl und Brutalität der modernen Kriege nimmt zu. Die Zahl der zivilen Opfer steigt ständig an, die Militärausgaben ebenso. Demokratien sind gefährdet. Die Bereitschaft zur Gewalt ist in Familien, Schulen und auf den Straßen vermehrt zu spüren.

Ist da der Ruf zum Frieden einfach idealistisch?

Wir als Christinnen und Christen gehen in das neue Jahr als Nachfolgerinnen und Nachfolger Christi. Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen. Diese Worte aus der Bergpredigt machen uns Mut, diesen Weg des Friedens weiter im Namen und im Segen Christi zu gehen. Wer sich in den Fußstapfen von Jesus aufmacht, den Frieden zu suchen, geht nicht allein. Viele von uns sind mit unterwegs. Mit Gottesdiensten, Gruppenveranstaltungen und auch im täglichen Gebet werden wir als Gemeinde Brambauer versuchen, das Friedens-ABC immer wieder gemeinsam zu buchstabieren. Von A wie „Armut überwinden“ über B wie „Begegnungen zwischen Andersdenkenden“ bis hin zu Z wie „zivile Konfliktlösungen einüben“. Es wird nicht immer einfach werden. Aber über allem steht die Bitte, dass Gott mit uns ins neue Jahr geht.

Wie sähe unser Leben aus,
wenn Gott durch die Mauern
unserer Angst träte
und seinen Frieden spräche
in unsere Zeit?
Wie sähe unsere Erde aus,
wenn Gott über sie ginge
und seinen Frieden stiftete
in und unter uns? (T. Wilms)

Gott ist schon längst mitten unter uns.
Suchen wir den Frieden,
seinen Schalom!


Ein gesegnetes Jahr 2019 wünsche ich Ihnen
Pfarrerin Friederike Scholz-Druba

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