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Er, das Wort, wurde ein Mensch, ein wirklicher Mensch von Fleisch und Blut. Er lebte unter uns, und wir sahen seine Macht und Hoheit.
(Johannes 1,14a)
Liebe Gemeinde,
einer meiner Lieblingssätze lautet: Kommunikation ist alles.
Nur dort, wo wir miteinander reden, Informationen austauschen und uns verständigen, können Missverständnisse vermindert und Konflikte vermieden werden.
In der Kommunikationswissenschaft hat man herausgefunden, dass wir nur 12% von dem, was wir kommunizieren, durch das reine Wort übermitteln.
36% dessen, was wir sagen wollen, drücken wir durch Gestik, Klang der Stimme, Betonung und Klangfarbe aus.
Die restlichen sage und schreibe 52% Sinn ergeben sich aus dem Umstand und Zusammenhang, in welchem das Wort gesprochen wird! Ist es da ein Wunder, dass wir uns trotz (und vielleicht grade wegen?) sozialer Medien immer weniger verstehen?
Wenn Austausch sich zu einem großen Teil auf Textnachrichten mit Emoticons beschränkt, verlieren wir wesentliche Teile der Kommunikation. Beziehung lebt von Begegnung.
Jesus hat kein einziges Wort geschrieben. Er hat uns kein Buch hinterlassen, sondern eine Gemeinschaft. Von Anfang an ist Kirche auf Begegnung zwischen Menschen in der Gemeinde angelegt. Gottes Wort, zunächst in Stein gemeißelt in den 10 Geboten vom Sinai, wurde durch die Geburt und das Leben Jesu Mensch(lich), erfahrbar, be-greifbar! Im Leben der Kirchengemeinde, ihren Gottesdiensten, in den Begegnungen der Menschen untereinander gewinnt Jesu unsichtbarer Leib durch den Heiligen Geist Gestalt. Dort und so kann Gott mit uns Menschen optimal kommunizieren.
Ich wünsche uns in dem noch jungen neuen Jahr 2026 sehr viele solcher Begegnungen miteinander und mit dem, Mensch aus Fleisch und Blut gewordenen, Gott. Auf dass wir Segen erfahren und für unsere Mitmenschen zum Segen werden.
Ein gesegnetes neues Jahr wünscht Pfarrer Uwe J. Steinmann.