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Gemeindebrief für April/Mai 2026

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“


Das ist die Jahreslosung für 2026. Nun stellt sich jede und jeder sich etwas anderes vor, was dringend neu gemacht werden müsste. Baustellen in der weiten Welt mit ihren Kriegen, Krisen und Umweltkatastrophen gibt es genug. Aber auch im eigenen Land, der eigenen Stadt oder in der eigenen Familie fällt vielen Menschen genug ein, was dringend der Erneuerung bedarf, aber auch, wie schwer es ist, neue Wege zu gehen
oder Neues überhaupt erst anzustoßen. Oft dauert es lange, ist mühsam und verläuft dann im Sande. Das erschöpft, deprimiert, macht hoffnungslos.

Doch wir feiern jedes Jahr das Fest der Erneuerung: OSTERN!
Nicht nur die Natur zieht sichtbar ein neues Kleid an: Die Vögel bauen Nester und die ersten Lämmer werden geboren. Draußen grünt und blüht es und wir erfreuen ns an den ersten Frühjahrsblumen. Die Tage werden länger und die Sonne scheint häufiger. Das Licht besiegt die Dunkelheit! Und die Wärme tut Haut und Gliedern gut. Die Welt ist wieder voller Leben, achdem im Winter alles tot schien. Und der Glaube sagt: Ostern ist neues Leben überhaupt! Der Tod ist besiegt! Er verbreitet keinen Schrecken mehr, denn Jesus Christus ist von den Toten auferstanden – als erster, aber wir werden ihm folgen! Das Leben ist stärker als der Tod! Die Liebe Gottes zum Leben ist stärker als der Hass der Menschen, der Jesus ans Kreuz nagelte.

Ja, Gott macht alles neu an Ostern – nicht nur in der Natur. Er will auch im Leben der Menschen für Erneuerung sorgen. Bei mir fängt es mit der Hoffnung an. Der Hoffnung, dass die Welt nicht so bleiben muss, wie sie zurzeit ist. Der Hoffnung, dass die Despoten nicht gewinnen, sondern die, die der Vernunft eine Stimme geben und den Zusammenhalt fördern. Der Hoffnung, dass in der Politik alle „der Stadt bestes suchen“  (Jer. 29,7a) und dass sich in der Familie zerstrittene Menschen die Hand reichen.

„Siehe, ich mache alles neu!“ – Gott kann das! Er hat es an Ostern bewiesen.

Und wir können unser kleines Hoffnungslicht in die dunkle Welt tragen, um sie ein bisschen heller zu machen. Vielleicht wird es dann zu Pfingsten ein großes Feuer wie bei den ersten Christen und Christinnen!


Hoffnungsvoll
Ihre Martina Lembke-Schönfeld